TV Münchweiler a.d. Rodalb

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Vereinsgeschichte

Einleitung

Im Nachfolgenden finden Sie die Vereinschronik des TV Münchweiler. Sie basiert im Wesentlichen auf der Jubiläumsausgabe „100 Jahre Turnverein Münchweiler“, die zum Anlass des 100jährigen Bestehens des Turnvereins geschrieben wurde. An dieser Stelle geht auch ein besonderer Dank an Klaus Handel und Peter Hartl, die die oben genannte Ausgabe in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellt haben.

 

Die Vereinsgründung

Gegründet wurde der TV Münchweiler am 24. Juni 1904 von Ludwig Bischoff und einigen weiteren jungen Männern, die er vom Turnsport begeistern konnte. Die erste Turnstunde fand vier Wochen später im Hof des „Gasthauses Karl Wadle“ (heute: „Krone“) statt. Schon bald konnte der junge Verein Turner zu Wettkämpfen schicken, so beispielsweise Eugen Ernst und Jakob Schönfelder, die von vielen Turnfesten als Sieger heimkehrten.

Leider wurde das Aufstreben des TV Münchweilers vom 1. Weltkrieg 1914 unterbrochen. Viele gute Turner unseres Vereins kehrten nach dem Kriegseinsatz nicht mehr zurück.

Die Dreißiger und Vierziger

Trotz der schwierigen Ausgangslage konnten die Vorsitzenden Daniel Cronauer und der 1. Turnwart Edmund Zimmermann das ursprünglich für 1914 geplante Gauturnfest und die Fahnenweihe auf dem „Langenberg“ nachgeholt werden. Bereits am 23. Juli 1922 konnten die jungen Nachkriegsturner beim 1. Kreisturnfest des neu gegründeten Pfälzer Turnerbundes in Speyer mit „sehr guten“ Noten abschließen.

In dieser Zeit konnte auch die größte sportliche Leistung des Vereins erreicht werden: Mit seinem Hochsprung beim Sportfest in Thaleischweiler Fröschen von 1,91 m verfehlte der junge Sportler Ludwig Wadle den damaligen deutschen Hochsprungrekord (1,92 m) um einen Zentimeter!

Am 14. Juli 1930 begann schließlich die Planung einer eigenen Turnhalle für den Turnverein. Der Planer P. Würz legte hierzu die Entwürfe an. Allerdings musste auch der Turnverein am 11. Februar 1936 die „Einheitssatzung für den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen angeschlossenen Turnvereine der Deutschen Turnerschaft“ vom 03. September 1935 annehmen. Doch trotz allem wurde der Wunsch nach einer eigenen Sporthalle nicht aufgegeben. Nach Abgabe einer sogenannten „Muskelhypothek“ wurde unter dem damaligen Vorsitzenden Jakob Klein nach einjähriger Bauzeit am 01. Mai 1933 die Turnhalle eingeweiht.

Während des 2. Weltkrieges lagerte die Deutsche Wehrmacht allerdings Berge von Kommisbroten in der Halle, die von hungrigen Schülern mit Bohnenstangen durch die Fenster „entwendet“ wurden. 1940 wurde schließlich der Sportplatz vor der Turnhalle mit Stacheldraht umzäunt und als Unterkunft für französische Soldaten genutzt.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges diente die Sporthalle als Behelfswohnung für Flüchtlinge, als Schreinereihalle oder als Unterstellplatz für Zirkuspferde. Auch wurden während der französischen Besatzung Balken und Kantholzer gelagert.

Die Fünfziger

Auch nach dem zweiten Weltkrieg stand der Verein schnell wieder in Blüte und nahm an Mannschaftswettkämpfen teil. So nahmen die Sportler erfolgreich am 50jährigen Stiftungsfest des TV Hauenstein (1951), am Landesturnfest in Landau (1952) und am Landesturnfest in Ludwigshafen (1956) teil.

Zudem konnte der Turnverein 1954 sein 50jähriges Stiftungsfest gefeiert werden. Hierzu organisierte der Verein einen Umzug mit Ehrendamen, Fanfarenzug und Marsch durch ganz Münchweiler. Durch den Festumzug wurde nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder gestärkt, sondern es konnten auch viele neue Mitglieder gewonnen werden.

Auf einen Aufruf des damaligen Präsidenten des Leichtathletik-Verbandes Pfalz, Gerd Hornberger, konnten mehrere Schüler und Jugendliche des TV Münchweilers 1959 das Sportabzeichen in in Gold und Silber ablegen.

 

Die Sechziger

Ab dem Jahr 1963 existieren eigene Niederschriften der Vereinsarbeit. So wurde die am 09. Februar 1963 beschlossene Geschäftsordnung sowie mehrere Sitzungsprotokolle gefunden. Zudem konnten die Sportler des Turnvereins am 100jährigen Stiftungsfest des Pfälzer Turnerbundes 1961 glänzen. 1962 gestaltete der Turnverein zudem den Faschingsumzug mit. Zudem konnten viele neue Abteilungen, wie Basketball, Tischtennis, Ringen und Gewichtsheben gegründet werden. Das Frauenturnen, das anfänglich hauptsächlich von Hilde Dausmann, Christa Kehrwald und Brunhilde Scherer unterstützt wurde, nahm zudem in der Sporthalle der Grundschule seine Anfänge. Es diente und dient noch heute allerdings nicht der Teilnahme an Wettkämpfen sondern vorrangig der Erhaltung der Fitness.

Auch im Bereich der Leichtathletik konnten dank dem Trainer Fritz Dausmann große Erfolge verbucht werden. So war der Turnverein bei der Abnahme der Sportabzeichen immer sehr gut vertreten.

Die Siebziger

Vom 07. bis zum 14. Juni 1970 fand eine Sportwerbewoche statt, die Schüler, Jugendliche und Aktive aller Altersklassen aus Münchweiler begeisterte. Zudem wurde unter der Federführung von Fritz Dausmann im Bereich der Leichtathletik der „LG Weststadt“, ein Zusammenschluss der Vereine TV Dahn, TV Hauenstein, TV Hinterweidenthal, TV Lemberg und TV Münchweiler, gegründet. Dieser ermöglicht das „Stützpunkttraining“; bei dem besonders begabte junge Sportler zu überdurchschnittlichen Leistungen gefördert wurden.

Zudem wurde 1970 erstmals der „Tanz in den Mai“ im Vereinslokal „Zum Rotenstein“ gefeiert. Diese gesellschaftliche Veranstaltung konnte vom Verein bis einschließlich 1975 ausgerichtet werden.

Auch auf Wettkämpfen war der Turnverein 1971 sehr erfolgreich: Beim Gaukindermannschaftskampf belegten die Kinder des TV Münchweilers den vierten Platz, Ludwig Dausmann wurde Pfalzmeister im Achtkampf sowie Zweitplatzierter in der Vierkampf Mannschaftswertung. Petra Bitzigrio wurde Vierte im Dreikampf Mannschaftswertung.

So war im Jahre 1973 die Übungsstunde „Gerätturnen, Spiel und Leichtathletik“, die unter der Leitung von Fritz Dausmann, Rolf Bruhn und Elvira Nussbaum standen, von bis zu 50 „Buben und Mädchen“ besucht. Besonderen Anklang fand das aus Vereinsmitteln angeschaffte Trampolin.

Besondere Erfolge konnte am 12.12.1973 die Tischtennismannschaft erzielen. Münchweiler gewann hier gegen Zweibrücken den Gruppensieg in der Kreisliga. 1947 konnte im Rahmen des Jubiläums des Turnvereins auch die Meisterschaftsfeier der Tischtennismannschaft stattfinden. Zudem war die 1971 gegründete Judoabteilung bereits 1973 mit etwa 30 Mitgliedern eine der best besuchtesten des Vereins.

Das siebzigjährige Bestehen wurde hierbei unter Anderem mit einem Jubiläumssportfest, an dem 14 Vereine mit rund 250 Sportlerinnen und Sportler teilnahmen, sowie einem Schauturnen des Jubiläumsvereines gefeiert.

Am 22. Februar 1978 war es endlich soweit: Der TV Münchweiler bekam mit der Rotensteinhalle seine eigene Übungsstätte. Am 17. April 1979 konnte in der Rotensteinhalle auch das 75jährige Vereinsbestehen gefeiert werden. Das abwechslungsreiche Programm bestand hierbei aus einem Spielmannszug, einer Blaskapelle sowie Einlagen von Sportlern des Vereins.

Mit der Kunstturnmeisterschaft vom 16.09.1979 in der Rotensteinhalle endeten die Highlights des 75jährigen Stiftungsjahres. Alle Teilnehmer des Festes waren begeistert.

Die Achtziger

Die bereits 1978 gegründete Handballmannschaft für Mädchen überwand in der Winterrunde 1980/81 erste Anlaufschwierigkeiten und konnte an Meisterschaftsspielen teilnehmen. Bei dem 1981 in der Rotensteinhalle ausgerichteten Handballturnier konnte die Mannschaft einen souveränen dritten Platz belegen. Leider musste jedoch die Judoabteilung aufgelöst werden.

1981 wurde auch eine Herrenfußballmannschaft, die heute noch bestehenden „Donnerstagskicker“ gegründet. Mit großem Erfolg nahm die Mannschaft am Meisterschaftsspiel 1982/83 sowie 1983/84 teil.

Zudem nahm der Turnverein am 1. Kienholzfest teil. Diese Feier der Gemeinde Münchweiler sollte nicht nur für den Turnverein zu einer langen und beliebten Tradition werden. Der Verein konnte hierbei sein eigenes Zelt in Betrieb nehmen. 1984 konnte der Turnverein schließlich sein 80jähriges Bestehen feiern.

Das fünfjährige Jubiläum des Kienholzfestes feierte die Gemeinde Münchweiler mit einem Festumzug. Auch hierbei konnte auf das Mitwirken des Turnvereins gezählt werden. Die „Donnerstagskicker“ als Schuhmacher erinnerten hierbei an die Schuhtradition in Münchweiler.

Im September 1988 veranstaltete der Turnverein Münchweiler das erste Spielfest. Dieses wurde vor allem von den Kleinen, aber auch von deren Eltern gut angenommen.

Am 03. Dezember 1999 fand die Weihnachtsfeier mit dem traditionellen Jahresabschlussturnen statt. Erstmals konnten an dieser Feier nach dem Mauerfall erste Übersiedlerfamilien begrüßt werden. Der Turnverein lud besonders diese Familien zu der Feier ein und schenkte deren Kindern eine Kleinigkeit.

Die Neunziger

Vom 14. bis zum 17. Juni 1990 fand in Annweiler im Turnerjugendheim eine Kinderfreizeit statt. Viele Abendteuerspiele ließen die Kinderherzen höher schlagen.

Die Badmintonabteilung startete ein halbes Jahr später mit Punktespielen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mannschaft eine feste Stammspielerzahl von ca. 20 Spielerinnen und Spielern.

Bei den Sportlerehrungen 1991 war der Turnverein im Bereich Hallen- und Breitensport endlich auch wieder in der Siegerliste des Westpfalzgaus vertreten. Im folgenden September fand das 4. Spielfest, diesmal auf dem Waldgelände beim „Cafe Waldhaus“ statt.

Im April 1992 löste die Gemeinde das Versprechen ein, das sie dem Verein gegeben hatte: Die Sportanlage „Am Langenberg“ wurde bestimmungsgemäß übergeben. Somit konnte der Verein nach langem Warten endlich wieder im Bereich Leichtathletik trainieren, endlich auch auf einer Kunststoffbahn.

Nach mehrjähriger Pause fand am 27. Juni 1992 erneut ein Handballturnier in der Rotensteinhalle statt. Vier Mannschaften spielten an diesem Ereignis. Bei der Ortsmeisterschaft im Schießen belegte die Damenmannschaft des Vereins zudem mit 185 Ringen den ersten Platz.

Am 16. April 1994 konnte der Verein sein 90jähriges Bestehen feiern. Der veranstaltete Festabend wurde von der Blaskapelle, einem Spielmannszug und dem Männergesangsverein „Harmonie“ musikalisch umrahmt. Zudem sorgten die Einlagen der Turner-, Kinder- und Aerobicgruppen für Kurzweil. Die Rotensteinhalle war zu diesem Anlass voll besetzt.

Beim Deutschen Turnfest im Mai 1994 in Hamburg wurde der Turnverein von Klaus Ficht, Fritz Dausmann, Peter Hartl, Peter Sauther und Wolfgang Vergin vertreten. Zudem wurde im Januar 1995 die 1. Mannschaft der Badmintonabteilung Meister in der B-Klasse und stieg somit in die A-Klasse auf. Zum 03.02.1995 gründete die Badmintonabteilung mit dem P.B.C allerdings ihren eigenen Verein und trennte sich vom TV Münchweiler.

Am 14.03.1999 fand in der Rotensteinhalle das zweite Schauturnen statt. Auch diese Veranstaltung wurde begeistert von den Kindern gestaltet und von der Gemeinde aufgenommen.

Ab 2000

Durch die Jahre hinweg rückte die Kinderarbeit immer weiter in den Vordergrund der Vereinsaktivität. So veränderte sich das Programm immer wieder entsprechend den jeweiligen Trendsportarten und nach den Wünschen der Nachwuchsturner. So schaffte der Verein auch Stepbretter an. Auch wurden Schwebebalken und Sprungbrett angeschafft.

Auch im Bereich der Leichtathletik konnten 2002 wieder vielen Kindern und einigen Erwachsenen das Sportabzeichen verliehen werden. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt bereits über 400 Mitglieder. Bereits zu diesem Zeitpunkt begannen die Planungen für die 100-Jahrfeier des Vereins.


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